Nicht ärgern, niemals reiben - nur tupfen!

Er ist einfach unberechenbar, stets zur falschen Zeit, am falschen Ort: der Fleck.

Gerne ruiniert er unser Lieblingskleid, das frischgewaschene Hemd oder die kostbare Seidenkrawatte - ohne jede Vorwarnung. Nein, wir sind selten gewappnet und meistens erschreckt. Unsere spontane Reaktion: Wir greifen zum Papiertaschentuch oder zur nahe liegenden Serviette und ...reiben. Genau das sollten wir nicht, sagen die Textilpflegeexperten.

Die goldene Profi-Regel

Niemals reiben ! Denn dadurch dringen die Flecksubstanzen und Farbstoffe noch tiefer ins Gewebe ein. In jedem Fall wird die Textile Oberfläche strapaziert und häufig sogar beschädigt.
Im schlimmsten Fall gibt die Serviette eigene Farbstoffe an das Kleidungsstück ab.

Der Profi-Tipp zur Soforthilfe

Nehmen Sie den groben Schmutz zunächst vorsichtig mit einem trocknen, sauberen (Taschen) Tuch ab. Legen Sie ein weiteres trockenes Tuch unter das Gewebe. Tropfen Sie lediglich etwas Wasser auf den Fleck und tupfen Sie die nasse Stelle schließlich vorsichtig wieder ab, um die nun verdünnte Flecksubstanz aufzusaugen. Sie können diesen Vorgang solange wiederholen, bis sich die Substanz nicht mehr verdünnen lässt und dann das Textil trocknen lassen.

Keine Angst vor Rändern, diese werden bei einer anschließenden Behandlung im Textilpflegebetrieb rückstandslos entfernt.
Die professionelle Detachur ist der erste Reinigungsschritt vor der maschinellen Pflege, bei dem Flecken gezielt vorbehandelt werden.
In Handarbeit, auf einem speziellen Detachiertisch, werden fetthaltige oder wachsähnliche, aber auch wasserlösliche Verfleckungen entfernt.

Neben umfangreichem Wissen über Materialien, Färbungen und die spezifischen Detachiermittel braucht es dafür das nötige Fingerspitzengefühl,
vor allem aber das Fachwissen über die Materialeigenschaften der Textilien.